Gewerbemiete Anpassen Bayern
Ratgeber zur VPI-Anpassung der Gewerbemiete in Bayern. Wertsicherungsklausel nach §3 PrKG.
Kurzantwort
In Bayern kann die Gewerbemiete mittels einer Wertsicherungsklausel nach §3 PrKG an den Verbraucherpreisindex (VPI) gekoppelt werden. Voraussetzung ist eine der folgenden Alternativen: (1) eine Mindestlaufzeit von 10 Jahren, (2) ein Kündigungsverzicht des Gläubigers (Vermieters) für mindestens 10 Jahre, oder (3) ein Verlängerungsrecht des Schuldners (Mieters) auf mindestens 10 Jahre Gesamtlaufzeit.
Gewerbemiete in Bayern?
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Bayern — auf einen Blick
Ø Büromiete
27,00 €/m²/Monat
Leerstandsquote Büro
8,0 %
Spitzenmiete Büro
59,50 €/m²
München ist im ersten Halbjahr 2026 der teuerste Büromarkt Deutschlands: Die Spitzenmiete liegt bei 59,50 €/m² (+8,2 % gegenüber dem Vorjahr), die Durchschnittsmiete bei 27,00 €/m², die Leerstandsrate bei 8,0 %. Quelle: BNP Paribas Real Estate, Büromarkt München Q2 2026 (Stand 30.06.2026). Für Bayern insgesamt liegen keine veröffentlichten Gewerbemietdaten vor.
Büromiete, Spitzenmiete und Leerstand stammen aus dem Büromarktbericht Q2 2026 von BNP Paribas Real Estate (Stuttgart: Colliers) und beziehen sich auf den jeweils genannten Städtemarkt, nicht auf das gesamte Bundesland. Für Länder ohne beobachteten Büromarkt werden keine Marktdaten ausgewiesen. Der für die Berechnung verwendete Verbraucherpreisindex stammt von Destatis.
Rechenbeispiel
Illustratives Beispiel für Bayern: eine 120 m²-Gewerbefläche zur durchschnittlichen Miete von 27 €/m² (rund €3.240,00/Monat), bei einer angenommenen jährlichen VPI-Veränderung von 2,2 %. Die tatsächliche Anpassung richtet sich nach der Wertsicherungsklausel im Mietvertrag und den offiziellen VPI-Daten von Destatis.
- Aktuelle Monatsmiete (120 m²)
- €3.240,00/Monat
- VPI-Veränderung (Jahr)
- 2,2%
- Mehrkosten pro Jahr
- €855,36
- Neue Monatsmiete
- €3.311,28/Monat
So funktioniert es
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Aktuelle Miete, Vertragsbeginn, letzte Anpassung
Automatische Berechnung
Offizielle VPI-Daten nach §3 PrKG angewandt
Formelle Mitteilung
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Die Wertsicherungsklausel schützt vor Inflation und ermöglicht eine regelmäßige Anpassung der Gewerbemiete. Dieser Rechner berechnet die VPI-Anpassung und erstellt eine formelle Mitteilung.
Häufig gestellte Fragen
Wie funktioniert die VPI-Anpassung der Gewerbemiete in Bayern?
Die VPI-Anpassung einer Gewerbemiete basiert auf einer Wertsicherungsklausel im Mietvertrag, die sich auf den Verbraucherpreisindex (VPI) des Statistischen Bundesamts (Destatis) bezieht. Gemäß §3 Abs. 1 Nr. 1 PrKG ist eine solche Klausel zulässig, wenn (1) der Mietvertrag eine Mindestlaufzeit von 10 Jahren hat, (2) der Gläubiger auf das Recht zur ordentlichen Kündigung für mindestens 10 Jahre verzichtet, oder (3) dem Schuldner das Recht eingeräumt ist, die Vertragsdauer auf mindestens 10 Jahre zu verlängern. Dieser Ratgeber erklärt die wesentlichen Grundlagen.
Gilt die Mietpreisbremse für Gewerbemietverträge in Bayern?
Nein. Die Vorschriften zur Mietpreisbremse (§§556d ff. BGB) stehen im Untertitel über Mietverhältnisse über Wohnraum, und §578 Abs. 2 BGB erstreckt sie nicht auf Mietverhältnisse über andere Räume. Gewerbliche Mietverträge in Bayern unterliegen daher nicht der Mietpreisbremse. Die Parteien sind bei der Gestaltung von Wertsicherungsklauseln grundsätzlich frei, sofern die Voraussetzungen des §3 PrKG eingehalten werden.
Was passiert, wenn der VPI sinkt — wird die Gewerbemiete dann reduziert?
In der Regel ja, sofern die Wertsicherungsklausel keine abweichende Regelung enthält. Sinkt der VPI unter den vereinbarten Ausgangswert, ergibt sich rechnerisch eine Mietminderung. Viele Gewerbemietverträge enthalten jedoch eine sogenannte Untergrenze (Floor-Klausel), die eine Absenkung unterhalb der ursprünglichen Ausgangsmiete ausschließt. Die konkrete Wirkung hängt vom jeweiligen Vertragstext ab.
Ist ein Kündigungsverzicht von 10 Jahren für die Wertsicherungsklausel ausreichend?
Gemäß §3 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. e PrKG ist eine Wertsicherungsklausel in einem Gewerbemietvertrag zulässig, wenn der Gläubiger (in der Regel der Vermieter) auf das Recht zur ordentlichen Kündigung für mindestens 10 Jahre verzichtet. Ein einseitiger Verzicht des Mieters allein reicht für diese Alternative nicht aus. Alternativ kann auch die Mindestlaufzeit von 10 Jahren (Nr. 1) oder ein Verlängerungsrecht des Schuldners auf mindestens 10 Jahre (Nr. 3) die Voraussetzungen erfüllen. Dieser Ratgeber gibt einen Überblick über die gesetzlichen Grundlagen.
Gewerbemiete in Bayern?
Die Wertsicherungsklausel schützt vor Inflation und ermöglicht eine regelmäßige Anpassung der Gewerbemiete. Dieser Rechner berechnet die VPI-Anpassung und erstellt eine formelle Mitteilung.
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Weiterführende Informationen
Quellen
- Destatis — Verbraucherpreisindex (VPI)
- §3 Preisklauselgesetz (PrKG) (gesetze-im-internet.de)
- §557b BGB — Indexmiete (zur Abgrenzung Wohnraum)
Informationswerkzeug von BureauGuard AI. Wir sind keine Anwaltskanzlei und bieten keine Rechtsberatung. Die Berechnungen beruhen auf dem offiziellen Verbraucherpreisindex (VPI) des Statistischen Bundesamts (Destatis).